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Forschungsarbeit: „Grundsätzlich unauflöslich, aber…“ – Das Ehe-, Scheidungs- und Wiederverheiratungs­verständnis in der Orthodoxen Kirche

„Grundsätzlich unauflöslich, aber…“ – Das Ehe-, Scheidungs- und Wiederverheiratungs­verständnis in der Orthodoxen Kirche

THEOS - Studien­reihe Theolo­gische Forschungs­ergebnisse, Band 127

Hamburg 2016, 102 Seiten
ISBN 978-3-8300-9108-0

Barmherzigkeit, Christliche Spiritualität, Ehe, Ehepastoral, Georgien, Gottesdienst der Krönung, Heilige Tamara von Georgien, Ikonen, Mysterium der Liebe, Orthodoxes Christentum, Orthodoxe Spiritualität, Scheidung, Theologie, Theologische Anthropologie, Wiederheirat

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deutsch | english

Die Orthodoxe Kirche lehrt die Ehe als Mysterium, was sie in ihrem tiefsten Wesen ein rein sakramentales Ereignis sein lässt. Dieses Mysterium wird geheiligt durch den Priester oder den Bischof. Zudem ist die Ehe ein spezifischer „spiritueller Weg, ein Suchen nach Gott, das Mysterium der Einheit und Liebe, ein Abbild des Himmelreiches.“ In weiterer Folge ist sie „eine Notwendigkeit für die Zeugung von Nachkommenschaft.“ (Bischof Athenagoras von Sinope).

Der Autor führt ein in die Grundlagen der orthodoxen Anthropologie. Auf diesem Fundament basiert seine Sicht der orthodoxen Theologie der Ehe und des Gottesdienstes der „Krönung“. Die Orthodoxe Kirche lehrt nicht nur die Unauflöslichkeit der Ehe, sondern auch deren Einzigartigkeit. Eine Scheidung bedeutet nicht weniger als die Auflösung der „kleinen Kirche“, die durch die eheliche Beziehung entstanden ist. So gesehen ist eine Scheidung eine Tragödie.

Trotz dieser Tatsachen kann das orthodoxe Kirchenrecht unter bestimmten Umständen eine zweite (und auch eine dritte) kirchliche Eheschließung erlauben – unter Anwendung des pastoralen Prinzips im Kontext von „Oikonomía“.

Abweichungen vom Ideal der christlichen Ehe sind bereits in den ersten Jahrhunderten dokumentiert.

Der Gottesdienst der zweiten (und dritten) Ehe weist ziemliche Unterschiede zum Gottesdienst der Krönung auf. Ihr erster Teil hat ausgeprägten Bußcharakter.

Am Ende richtet der Autor seinen Blick auf eine georgische Herrscherin des 12./13. Jahrhunderts, die als Symbolfigur der orthodoxen Praxis gesehen werden kann: die Heilige Tamara von Georgien. Für die Georgier gilt sie noch heute als die sprichwörtlich „gute Königin.“ Ihre erste Ehe wurde geschieden, und sie heiratete zu Lebzeiten ihres ersten Mannes ein weiteres Mal – auf Drängen ihrer Gefolgschaft. Als von der georgisch-orthodoxen Kirche Heiliggesprochene wird sie zur Identifikationsfigur für Menschen in einer zweiten Ehe, zu einer „kanonisierten Symbolfigur“ für jene, die in einer zweiten Ehe die Erfüllung gefunden haben.

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