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Doktorarbeit: Strategien zur Verfolgung von Umweltzielen in der agrarischen Landnutzung

Strategien zur Verfolgung von Umweltzielen in der agrarischen Landnutzung

Agrarpolitische Maßnahmen und freiwillige Standards

Schriftenreihe agrarwissen­schaftliche Forschungs­ergebnisse, Band 62

Hamburg 2016, 176 Seiten
ISBN 978-3-8300-8921-6

Agrarische Landnutzung, Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarumweltpolitik, agri-environmental policy, agricultural land use, agricultural policy, Common Agricultural Policy CAP, environmental protection goals, Freiwillige/private Standards, Gemeinsame Agrarpolitik GAP, Greening, Ökolandbau, Ökologischer Landbau, organic agriculture, panel data methods, private standards, Reform der GAP, robust random effects, sustainable land use certification schemes, Umwelt, Umweltziele, voluntary standards

Zum Inhalt

Das Werk behandelt zwei sehr unterschiedlichen Strategien, mit denen Umweltziele in der agrarischen Landnutzung verfolgt werden können. Zunächst wird das sogenannte Greening untersucht, worunter bestimmte Umweltauflagen in der 2013er-Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union verstanden werden. Das Greening stellt keine einfachen Umweltauflagen in der Landwirtschaft dar, sondern koppelt diese an freiwillig zu beziehende Fördergelder. Dieses Setting erzeugt ganz eigene ökonomische Anreize, die im ersten Teil analysiert und ihre Wirkungweise und ihre Auswirkungen abgeschätzt werden. Hierfür wird – nach einer konzeptionellen Diskussion – eine Auswahl an möglichst heterogenen Beispielbetrieben in Deutschland herangezogen. Im zweiten Teil wird der ökologische Landbau auf globaler Ebene betrachtet und die Autorin schätzt mit unterschiedlichen ökonometrischen Modellen, welche Einflussfaktoren sein Vorkommen in den einzelnen Ländern der Welt fördern und hemmen. Der Ökolandbau wird hier als eine Strategie betrachtet, mithilfe freiwilliger Standards und der Zertifizierung nachhaltiger Landnutzungssysteme bestimmte Umweltziele zu erreichen. Hier geht es also um eine Strategie, die von gesellschaftlichen Akteuren (Einzelpersonen, Unternehmen, Gruppen) eingesetzt wird, wohingegen im vorherigen Beispiel staatliche Institutionen diejenigen sind, die mit dem Greening eine Strategie verfolgen, um Umweltziele zu erreichen.

In der agrarischen Landnutzung ist die Frage nach der Nutzung und Bereitstellung von Umweltgütern zentral, da die Landwirtschaft in und mit der Umwelt wirtschaftet und sie so mitgestaltet. Die Ökonomie betrachtet die Umwelt als Gut und einzelne sogenannte Umweltgüter als abweichend von den theoretisch perfekten Marktgütern. Durch diese Unterschiede zwischen Umwelt- und Marktgütern kommt es zu Marktversagen bei Umweltgütern. Zum Schutz der Umweltgüter stehen eine ganze Bandbreite an Strategien zur Verfügung, von denen diese Arbeit die zwei oben erläuterten beispielhaft behandelt.



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