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Doktorarbeit: Die Symmetrie­wirkungen der Zinsschranke nach § 4h EStG unter Unsicherheit

Die Symmetrie­wirkungen der Zinsschranke nach § 4h EStG unter Unsicherheit

Eine formale und quantitative Analyse mit Hilfe der Brownschen Bewegung

Betriebs­wirt­schaftliche Steuer­lehre in Forschung und Praxis, Band 71

Hamburg 2011, 372 Seiten
ISBN 978-3-8300-6003-1

Brownsche Bewegung, EBITDA-Vortrag, Finanzen, Mindestbesteuerung, Paradoxe Zinsschrankenwirkung, Rechnungswesen, Symmetrielinie, Vernetzte Zinsschrankenwirkung, Wiener Prozesse, Zinsschranke

Zum Inhalt

Die Zinsschranke gem. § 4h EStG bestimmt das Ausmaß, in dem betrieblich veranlasste Zinsaufwendungen bei der Ermittlung der steuer­lichen Bemessungsgrundlagen berücksichtigt werden können. Das Greifen der Vorschrift begrenzt die Nutzung des den Zinsaufwendungen inhärenten Steuerminderungspotentials. Isoliert betrachtet ist dies gegenüber einem Rechtsstand exklusive Zinsschranke ausschließlich von Nachteil für den Steuerpflichtigen. Aus dem Zusammenspiel mit der Mindestbesteuerung als Verlustverrechnungsvorschrift können aber auch die als „vernetzt“ zu bezeichnenden Wirkungen der Zinsschranke entstehen, welche eine Verschärfung oder Abschwächung des negativen Zinsschrankeneffekts bzw. eine paradoxe da vorteilhafte Zinsschrankenwirkung zur Folge haben.

Mit Hilfe des in der Arbeit entwickelten Symmetriebegriffs und des darauf aufbauenden Symmetrielinienkonzepts werden die einzelnen Wirkungs­möglichkeiten der Zinsschranke ermittelt und voneinander abgegrenzt. Im Ergebnis ist anhand von Gewinnschwellen die Identifizierung von Voraussetzungen der einzelnen Effekte der Zinsschranke sowie eine Analyse des gesamten Wirkungsgefüges möglich. Der von risikobedingten Ergebnisschwankungen und zentralen Unternehmenseigenschaften auf die Wirkungszusammenhänge ausgehende Einfluss wird mittels eines dynamischen Steuer­belastungs­vergleichs unter Unsicherheit auf Basis der Brownschen Bewegung gewürdigt. Die Untersuchungsergebnisse offenbaren dabei die Anreizfunktion der Zinsschranke und belegen ein erhebliches Schadenspotential der Zinsschranke. Des Weiteren wird die gegenwärtige Komplexität des deutschen Steuersystems deutlich. Dem EBITDA-Vortrag kann in diesem Zusammenhang auch eine über­raschenderweise negative Wirkung nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass das mit der Gewinnerzielung verbundene Risiko einen ambivalenten Einfluss auf die Zinsschranken­wirkung aufweist.

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