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Dissertation: Staatliche Unabhängigkeit – das Ende der ostslawischen Gemeinschaft?

Staatliche Unabhängigkeit – das Ende der ostslawischen Gemeinschaft?

Die Außenpolitik Russlands gegenüber der Ukraine und Belarus seit 1991

Hamburger Beiträge zur Geschichte des östlichen Europa, Band 19

Hamburg 2011, 450 Seiten
ISBN 978-3-8300-5704-8

Rezensionen

, 2 (2012)

» [...] Die faktenreiche, großteils kritisch argumentierende Arbeit stellt eine wertvolle Analyse dieses Problems gesamteuropäischer Tragweite dar. [...] Dass die „ostslawische Gemeinschaft“ heute wie zur Zeit ihrer Erfindung primär ein Propagandavehikel zur Untermauerung von Machtansprüchen ist, wird klar. «

, ipg 4 /2011

» [...] Insgesamt hat Susanne Spahn eine nüchterne, flüssig zu lesende Analyse vorgelegt, die interessante Thesen enthält und eine gute Orientierung in der postsowjetischen Politik bietet. Insbesondere gelingt es ihr, das Grunddilemma jeglicher russischer Integrationsan­gebote aufzuzeigen: Solange das Moskauer Angebot an die west­lichen Nachbarn sich auf (bei »Fehlverhalten«) jederzeit reversible Subventionsversprechen beschränkt, wird sich keine inter­es­sen­ge­lei­tete Eigendynamik entwickeln und das Misstrauen gegenüber dem weitaus größeren »Bruder« die Oberhand behalten. Solange bleiben in den Worten Spahns »Integration und Kooperation mit Russland eine Zwangsjacke, aus der sich Belarus und die Ukraine befreien, sobald sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind« (S. 388). «

, 61. Jg., 11/2011, S. 143-144

» [...] stellt Spahns Monographie eine logische, überzeugende und verständliche Erarbeitung eines komplexen Themas dar. Eine Übersetzung der Arbeit von Spahn ins Englische wäre daher wünschenswert. «

Außenpolitik, Russland, Belarus/Weißrussland, Ukraine, Wirtschaft, Geschichte, Nationalbewegungen, Ostslawische Gemeinschaft, Wladimir Putin, Aleksandr Lukaschenko, Wiktor Juschtschenko, Wiktor Janukowitsch, Osteuropäische Geschichte, Zeitgeschichte, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft

Zum Inhalt

Einst bildete sie das Herzstück des Russischen Reiches und der Sowjetunion: die ostslawische Gemeinschaft der Russen, Ukrainer und Belarussen. Auch zwanzig Jahre nach dem Ende der Sowjetunion ist sie für die russische Politik und Bevölkerung eine Realität, denn für die meisten Russen sind die Ukraine und Belarus kein Ausland. Das offizielle Moskau spricht von „besonderen Beziehungen“ zu den sprachlich, religiös und kulturell eng verwandten Ukrainern und Belarussen und positioniert sich als Hegemon aller Ostslawen. Gelingt es Russland, die Ukraine und Belarus wieder zu integrieren?

Die Autorin untersucht Ziele, Mittel und Resultate der Politik Moskaus gegenüber Kiew und Minsk. Die vergleichende Analyse der russisch-belarussischen und russisch-ukrainischen Beziehungen soll Aufschluss darüber geben, warum bestimmte Mittel der russischen Außenpolitik im Fall von Belarus greifen, bezüglich der Ukraine aber nicht. Den innenpolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen in der Ukraine und Belarus kommt als Erklärungsfaktor zentrale Bedeutung zu. Neben aktuellen Dokumenten bilden Interviews mit außenpolitischen Akteuren die Basis der Analyse.

Dieser Ansatz eines Vergleiches der Ukraine und Belarus in ihrem Verhältnis zu Russland ist neu. Bislang hat sich die Forschung auf das bilaterale Verhältnis Russlands zu diesen beiden Republiken konzentriert. Angesichts der andauernden Konflikte Russlands mit seinen westlichen Nachbarn ist das Thema aktuell. Warum kann die Ukraine im Gaskrieg mit Russland ihr Eigentum an der Pipeline-Infrastruktur verteidigen, Belarus aber nicht? Warum kommt es in Belarus nicht zu einer Orangen Revolution wie in der Ukraine? Warum kann der Unionsstaat von Russland und Belarus nicht verwirklicht werden, obwohl Moskau und Minsk die Wiedervereinigung der slawischen Brudervölker beschwören?

Russland verwickelt sich bei dem Versuch, die ostslawische Gemeinschaft als Zentrum der postsowjetischen Integration zu erhalten, in Widersprüche. Die Ukraine und Belarus hingegen konsolidieren ihre Unabhängigkeit – Kiew mit einer Politik der Abgrenzung zu Russland, Minsk hinter der Fassade der Vereinigung zu einem Staat.

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Weiteres Buch der Autorin:

Studie: Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien

Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien

Wie Russland die deutsche Öffentlichkeit beeinflusst

Hamburg 2016, ISBN 978-3-8300-9120-2