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Verlagsprogramm

Doktorarbeit: Die Virtuelle Gläubiger­versammlung

Die Virtuelle Gläubiger­versammlung

Ein netzwerk­analytisches und sozial­psycho­logisches Modell der Entscheidung über den Insolvenzplan

Schriftenreihe innovative betriebswirt­schaftliche Forschung und Praxis, Band 256

Hamburg 2010, 366 Seiten
ISBN 978-3-8300-5021-6


Schlagworte

Insolvenzrecht, Insolvenzplan, Unternehmenssanierung, Gläubigerversammlung, Sanierungsberatung, Sanierungswürdigkeit, Netzwerkanalyse, Sozialpsychologie, Betriebswirtschaftslehre

Zum Inhalt

Betrachtet man die Vielzahl der Unternehmen, die Jahr für Jahr in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch in anderen Ländern, insolvent werden auf der einen Seite und die Anzahl der Unternehmen, die die Möglichkeit einer Unternehmenssanierung durch den Insolvenzplan nutzen, auf der anderen Seite, so ist ein klares Missverhältnis festzustellen. Dies erscheint vor dem Hintergrund, dass ein Insolvenzplan durch die Insolvenzrechtsreform des Jahres 1999 ähnlich dem amerikanischen Chapter 11 Verfahren als Reorganisationsplan ausgestaltet werden kann, unverständlich. Die genaue Analyse der Gründe für das Scheitern von Insolvenzplänen zeigt deutlich, dass es oftmals nicht am Insolvenzplan selber oder an der Funktionslosigkeit der gesetzlichen Regelung sondern vielmehr an der mangelnden Durchsetzbarkeit liegt, weshalb eine derart geringe Anzahl von sanierungsbedürftigen Unternehmen den Gang in eine geplante Insolvenz vollzieht.

Im Rahmen der Studie soll die Erhöhung der Durchsetzbarkeit von Insolvenzplänen durch eine Simulation der Gläubigerentscheidung erreicht werden. Hierzu wird eine virtuelle Gläubigerversammlung simuliert und somit die Gläubigerentscheidung vor die tatsächliche Eröffnung des Insolvenzverfahrens gezogen. Das Simulationsmodell basiert auf netzwerkanalytischem und sozialpsychologischem Gedankengut und Theorien und verbindet diese mit den Verfahrensregeln eines Insolvenzplanverfahrens.

Das Simulationsmodell der virtuellen Gläubigerversammlung wird im Verlauf der Arbeit sukzessive erarbeitet, anhand eines Fallbeispiels getestet und seine Ergebnisse werden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Eine kritische Würdigung, Hinweise auf Erweiterungsvorschläge und Empfehlungen zur praktischen Umsetzung und zur Anwendung des Modells vervollständigen die Ausführungen.

Durch die vom Autor gewählte, interdisziplinäre Vorgehensweise wird ein weitgehend abbildungsgetreues Modells einer realen Gläubiger­versammlung geschaffen, um den Sanierungsbeteiligten ein Ent­scheidungs­unter­stützungs­instrument an die Hand zu geben, durch das die Situation nicht länger endgültig ist, sondern wiederholbar wird, die Komplexität der Insolvenzsituation erheblich reduziert wird und die Sanierungsbeteiligten die Möglichkeit haben, sich in dieser schwierigen Situation wieder darauf zu konzentrieren, das Richtige zu tun. Gleichzeitig stellt der dem Modell zugrunde liegende integrative Denkansatz auch eine Anwendungsmöglichkeit für eine bisher in den Wirtschaftswissenschaften wenig vertretene Forschungsrichtung dar: Die Anwendung Intelligenter Softwareagenten bzw. sog. Multi-Agenten Modelle, einer Teildisziplin der sog. Künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence (AI)).

Schlussendlich sollen durch Anwendung des Simulationsmodells bereits im Stadium der Planerstellung unterschiedliche Szenarien einer Sanierung bzw. Insolvenz durchgespielt werden können. Die mit Hilfe des Modells zusätzlich gewonnenen Informationen und Erkenntnisse können dann vom zu sanierenden Unternehmen und dessen Sanierungsberater durch eine strategische und zielorientierte Plangestaltung dahingehend verwendet werden, die Durchsetzbarkeit einer Sanierung bzw. eines Insolvenzplans erheblich zu erhöhen.

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