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Verlagsprogramm

Dissertation: Zur Notwendigkeit eines institutionellen Sportschieds­gerichtes in Deutschland

Zur Notwendigkeit eines institutionellen Sportschieds­gerichtes in Deutschland

Eine Untersuchung der nationalen Sport­gerichts­barkeit unter besonderer Beachtung der §§ 1025 ff. ZPO

Sport­recht in Forschung und Praxis, Band 4

Hamburg 2009, 472 Seiten
ISBN 978-3-8300-4510-6

Rezension

, 01/2010, S. 70f.

» […] Karsten Hofmann stellt erstmals umfassend die Konfliktlösungsregeln der deutschen Sportverbände zusammen. Mag man hierin auf den ersten Blick eine reine Fleissarbeit — was auch verdienstvoll wäre — erblicken, so zeigt die Lektüre schnell, dass nicht nur ein komprimierter und vergleichender Überblick, sondern auch zielgenaue Analysen, angereichert mit einschlägiger Rechtsprechung, geliefert werden. Hier wird die Dissertation auch dem Praktiker wertvolle Dienste leisten, der sich rasch einen Überblick über die im jeweiligen Verband bestehenden Konfliktlösungsregeln verschaffen will. […] Fazit: Karsten Hofmann ist eine bemerkens- und lesenswerte Arbeit gelungen. Sie bildet das wissenschaftliche Fundament des nunmehr in praxi tätigen Sportschiedsgerichts. Wer sich in Deutschland mit Sportschiedsgerichtsbarkeit befasst, sollte die Dissertation lesen. Sie wird die Debatte über die weitere Gestaltung des hoffnungsvoll begonnenen DIS-Sportschiedsgerichts nachhaltig prägen. «

Sportschiedsgericht, Sportgerichtsbarkeit, Sportrecht, Verbandsgerichtsbarkeit, Institutionell, Schiedsrichter, CAS/TAS, Doping, Schiedsvereinbarung, Schiedsklausel, Rechtswissenschaft

Zum Inhalt

Mit diesem Buch soll die Diskussion um die Anwendung von Schiedsgerichtsbarkeit i.S.v. §§ 1025 ff. ZPO im deutschen Sport belebt und gleichzeitig die Akzeptanz echter Sportschiedsgerichtsbarkeit bei Athleten und Verbänden, aber auch Trainern, Managern, Spielervermittlern, Sponsoren, Medien, Unternehmen und im Sportbereich tätigen Juristen erhöht werden. Mit einer Untersuchung der Grundlagen für eine verbandsunabhängige Schiedsinstitution im deutschen Sport wird vor allem auf dessen Bedürfnisse nach rascher und gleichzeitig umfassender Streitentscheidung, aber auch auf die Wahrung rechtsstaatlicher Grundsätze sowie die Besonderheiten des Sports eingegangen.

Der Autor untersucht in vier Kapiteln unter besonderer Beachtung der §§ 1025 ff. ZPO die nationale Sportgerichtsbarkeit und die Notwendigkeit eines institutionellen Sportschiedsgerichtes in Deutschland. Dabei definiert er zunächst den bisher vielseitig verwendeten Begriff "Sportgerichtsbarkeit", um anschließend deren verschiedene Arten (Verbands-, Staats- und Schiedsgerichtsbarkeit) darzustellen. Gleichzeitig werden Kriterien bzw. Indizien zur Abgrenzung statutarischer Schiedsgerichtsbarkeit (echte Schiedsgerichte) zur reinen Verbandsgerichtsbarkeit (unechte Schiedsgerichte) erarbeitet.

Mit Hilfe dieser Abgrenzungskriterien/-indizien wird im zweiten Kapitel eine umfangreiche Analyse der Verbandsstatuten und Rechtskörper von über 20 deutschen Fachsportverbänden vorgenommen (Stand: 01.01.2009). Ergebnis dieser umfassenden Erforschung des status quo der deutschen Sportschiedsgerichtsbarkeit ist eine (bisher) recht geringe Anwendung echter Schiedsgerichtsbarkeit durch die Fachsportverbände. Deshalb werden im dritten Kapitel die Vor- und Nachteilen der Schiedsgerichtsbarkeit bei Anwendung im Sportbereich dargestellt. Dies sind z.B. die Gegenüberstellung der Dauer und Kosten eines Schiedsgerichtsverfahrens zu Verbandsgerichtsbarkeit und staatlicher Gerichtsbarkeit, die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Parteien sowie die Vertraulichkeit und Entscheidungsakzeptanz. Aber auch die speziellen Besonderheiten der Schiedsgerichtsbarkeit, z.B. die Position des Schiedsrichters oder das Problem geschlossener Schiedsrichterlisten, sowie die erschwerte Anwendung bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten sind Gegensstand der Untersuchung. In diesem Rahmen erfolgt zudem ein Exkurs zur Einordnung von Profisportlern als Arbeitnehmer bzw. Unternehmer.

Im vierten Kapitel stehen schließlich die Ausgestaltung und die Kompetenzen eines nationalen Sportschiedsgerichtes im Mittelpunkt. Hierbei werden folgende Fragen aufgeworfen und beantwortet: Errichtung als ad-hoc-Gericht oder institutionelles Gericht? Reine Berufungsinstanz oder Eingangs- und Rechtsmittelinstanz? Revisionsmöglichkeit zum Internationalen Sportschiedsgericht CAS/TAS? Ein-Kammer- oder Mehr-Kammer-System? Unterwerfung mittels individualrechtlicher Schiedsvereinbarung oder statutarischer Schiedsklausel? Angebot einstweiligen schiedsgerichtlichen Rechtsschutzes? Nach der Frage der Trägerschaft und der Finanzierung eines verbandsunabhängigen Sportschiedsgerichtes werden abschließend die vorab ermittelten Erkenntnisse und Ergebnisse mit der Schiedsgerichtsordnung des zum 01.01.2008 gegründeten DIS-Sportschiedsgerichtes verglichen und Gemeinsamkeiten bzw. Gegensätze in kurzer Form dargestellt.

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