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Verlagsprogramm

Dissertation: Migration - Familie - Alter

Migration - Familie - Alter

Altern und Gene­ra­tions­be­ziehun­gen im Migra­tions­kontext

Eine Studie über die familialen Lebenswelten, Sozialisationsprozesse und Handlungsressourcen älterer türkischer Väter in Deutschland zwischen Tradition und Moderne

Studien zur Migra­tions­forschung, Band 12

Hamburg 2010, 598 Seiten
ISBN 978-3-8300-3966-2

Rezensionen

, 20.04.2010

» […] hat Yildiz eine solide durchgeführte und […] aufschlussreiche Studie vorgelegt, die sich zurecht selbst in die kritischen, teils innovativen Forschungsrichtungen der Migrationsforschung einordnet.
[…] Die […] sozialpädagogischen und sozialpolitischen Konsequenzen v.a. mit dem Perspektivenwechsel hinsichtlich einer Emanzipation der Betroffenen als gezieltes Empowerment geben […] wichtige Anstöße für die Soziale Arbeit mit älteren Migranten. […] «

, Nr. 4/2010, S. 19

» […] Die kritische Darstellung der Forschungslage in der Migrationsforschung sowie der Entwicklungen in der interdisziplinären Gerontologie und die ausführlich abgelegte Rechenschaft zum methodischen Design (Kapitel 4 bis 7) ist […] für wissenschaftliches Fachpublikum relevant. In den sechs geführten Interviews […] werden viele sozialpsychologische Punkte mit Relevanz für die praktische Arbeit mit älteren Türken herausgearbeitet. […] «

Zuwanderung, Migration, Einwanderung, Familie, Generationsbeziehungen, Sozialisation, Türken, Türkische Männer, Türkische Väter, Ältere Migranten, Erste Generation, 1. Generation, Migrationsforschung, Soziologie, Politikwissenschaft

Zum Inhalt

Nach nunmehr fast einem halben Jahrhundert türkischer Arbeitsmigration nach Deutschland gehören ältere Türken immer mehr zur deutschen Gesellschaftsrealität. Viele dieser Pioniermigranten sind nicht wie angenommen in ihr anatolisches Heimatland zurückgekehrt, nicht wenige sind zu "neuen Deutschen" geworden. Bisher wissen wir nur wenig darüber, wie diese Menschen leben. Als klassische Subkultur führen sie eine marginale Existenz im sozialen Schatten der deutschen Lebensbezüge und türkischen Traditionskonstellationen. Vor allem in der sozialpädagogischen Praxis wird eine zunehmende Klientelisierung und Pathologisierung der Betroffenen sichtbar.

Wissenschaftliche Arbeiten, die die 1. Generation integrativ unter den Kategorien "Migration", "Familie" und "Alter" betrachten, sind kaum vorhanden. Einseitige Wissenschaftsperspektiven, die die Migra­tions­forschung, Alter(n)sforschung, Familienforschung, Väter­forschung und Männerforschung nicht zusammenführen können, müssen ergänzt und um neue Forschungsideen erweitert werden. Die explorativ-subjektzentrierte Studie möchte in diesem Zusammenhang eine wichtige Forschungslücke schließen, indem sie die komplexen, dynamischen und ambivalenten Lebenskonstellationen von älteren türkischen Männern im Alters- und Lebensübergang offen legt und bis dato unbekannt gewesene Phänomene der Alltagsmilieus deutet.

Nach einer historischen Darstellung des Migrations- und Einwanderungsprozesses wird der bisherige und aktuelle Forschungsstand zu Fragen der Lebenssituation im Kontext von Migration, Ge­ne­ra­tions­beziehungen und Altern kritisch dargestellt. Im an­schließen­den empirischen Teil werden die familialen Sozialisationsprozesse älterer türkischer Migranten aus der Perspektive der theoretischen und praktischen Annahmen des Symbolischen Interaktionismus betrachtet. Dafür wurden sechs Probanden im Rahmen eines interkulturell-intrakulturellen, alltagsorientierten Forschungszusammenhangs und einer Methodenkombination von problemzentrierten und narrativen Interviews zu elementaren Fragen der Generationsbeziehungen und des Alternsprozesses befragt. Das Werk schließt mit einem Resümee der Ergebnisse und deren wissenschaftlicher, vor allem aber sozial­pädagogischer Verwendbarkeit ab.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass ältere Zuwanderer aus der Türkei zu hochmobilen Transmigranten geworden sind und mit ihren pädagogischen Transformationsleistungen lebendige Beispiele für die In-praxi-Einwanderung und die multikulturelle Gesellschaft mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Risiken bilden. Den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Moderne, das Leben in zwei Ländern und Kulturen bewältigen sie mit innovativen Lebenstechniken und kreieren dabei Freiheitsenklaven, die sie der gesellschaftlich-politisch aufgezwungenen Unfreiheit, Entmündigung und Fremdbestimmung entgegensetzen. Der ältere Migrant ist zu einem Prototyp der Postmoderne und Globalisierung geworden.

Zum Autor

Dr. phil. Dipl.-Päd. Yalcin Yildiz wurde 1973 in Wiesbaden geboren. Nach seinem Studium der Sozialpädagogik am Pädagogischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war er mehrere Jahre in der ambulanten und stationären Sozialen Arbeit als pädagogischer Leiter, Familienhelfer und Einzelbetreuer tätig. Zur Zeit übt er eine freiberufliche Tätigkeit in den Bereichen Migrationssozialberatung und Ganzheitliche Nachhilfe aus. Darüber hinaus bietet er Projektmanagement, Fortbildung, Supervision und wissenschaftliches Coaching an. Seine For­schungs­schwer­punkte sind insbesondere Migrations-, Familien- und Alterns­forschung, Transkulturelle Pädagogik und qualitative Forschungsmethoden.

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