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Dissertation: Epistemologische Haltungen in geschichtswissenschaftlichen Texten

Epistemologische Haltungen in geschichtswissenschaftlichen Texten

Zum Gebrauch evidentieller Markierungen in russischen und deutschen wissenschaftlichen Artikeln

PHILOLOGIA - Sprach­wissen­schaftliche Forschungs­ergebnisse, Band 92

Hamburg 2007, 382 Seiten
ISBN 978-3-8300-2640-2


Schlagworte

Wissenschaftliches Schreiben, Evidentialität, Historiographie, Narrativität, Perspektive, Angewandte Linguistik, Russistik, Germanistik, Sprachwissenschaft

Zum Inhalt

Kulturbedingte Unterschiede im wissenschaftlichen Schreiben sind seit
längerem ein Thema in der Angewandten Linguistik, dabei wurden bis-
lang vorwiegend anglo-amerikanische Textualisierungskonventionen als
Ausgangspunkt genommen. In der Studie geht es um das bislang kaum
behandelte Sprachenpaar Russisch-Deutsch. Gegenstand der Analyse
sind 40 geschichtswissenschaftliche Zeitschriftenartikel aus den Jahren
1996 bis 2002.

Es wird davon ausgegangen, dass in der wissenschaftlichen Kommuni-
kation Quellenverweise und Angaben zum Gültigkeitsgrad von Sachver-
halten (z. B. wahrscheinlich; zweifellos) eine zentrale, Wissenschaftlich-
keit konstituierende Rolle spielen. Entsprechende sprachliche Mittel wer-
den hier für das Russische und Deutsche unter einem weiten, seman-
tischen Begriff von ‚Evidentialität’ zusammen gefasst. Es wird gezeigt,
dass zwischen den russischen und deutschen Texten quantitative Un-
terschiede im Gebrauch evidentieller Markierungen bestehen; diese
werden vor dem Hintergrund weiterer Arbeiten zu Kulturspezifika im
wissenschaftlichen Schreiben diskutiert.

Zusätzlich zu den quantitativen Analysen werden exemplarisch Darstel-
lungsverfahren beschrieben, die in den russischen und deutschen Tex-
ten gleichermaßen auftreten und offenbar auf Spezifika historiogra-
phischen Schreibens zurückzuführen sind: In Texten beider Sprachen
treten bei der Darstellung von mentalen Zuständen historischer Per-
sonen Verfahren auf, die aus Erzähltexten vertraut sind und zunächst
eher "typisch" literarisch als wissenschaftlich erscheinen (z. B. ‚Erlebte
Rede’). Diese Phänomene werden bei der Bestimmung des Begriffs
‚Epistemologische Haltung’ im Zusammenhang mit Konzepten wie ‚Sub-
jektivität’, ‚Perspektive’ und ‚Narrativität’ diskutiert.

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