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„Award of Excellence 2009“
Wissenschaftspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung für herausragende Dissertationen
[...] Der im Vorjahr von Wissenschaftsminister Johannes Hahn initiierte „Award of Excellence“ wird an 36 Nachwuchswissenschafter/innen verliehen. Der Preis hebt besonders gelungene Dissertationen hervor. „Ein guter Anlass, besonders engagierte Dissertantinnen und Dissertanten vor den Vorhang zu holen und zu zeigen, dass sie hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung erbringen“, unterstreicht der Minister die exzellenten wissenschaftlichen Anstrengungen an den heimischen Universitäten. [...]
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AK-Wissenschaftspreis 2009
Wissenschaftspreis der Arbeiterkammer Oberösterreich zum Thema "Soziale Gerechtigkeit in Österreich"
Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich hat Frau Dr. Judith Fischer für die Arbeit "Verarmungsrisiken im Wandel. Analyse des Einflusses gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen auf die Beantragung von Sozialhilfe" den AK-Wissenschaftpreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten, die der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer/-innen dienen oder sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung beschaftigen, verliehen.
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Zum Inhalt:
Die Zahl der von relativer Armut bedrohten Personen in westlichen Industriestaaten ist im Zeitverlauf gestiegen. Die Gründe der Armutsgefährdung werden in dieser Arbeit aus gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und wohlfahrtsstaatlicher Sicht beleuchtet.
Als verstärkt armutsgefährdet gelten der Theorie zufolge Arbeitslose, prekär Beschäftigte, Personen mit niedriger Bildung und Berufsqualifikation, pflegebedürftige ältere und kranke Personen, Alleinerziehende, Geschiedene, MigrantInnen und Frauen.
Im empirischen Teil der Dissertation werden die theoretischen Befunde der Makroebene von Wirtschaft und Gesellschaft auf der Mikroebene der Klientel eines regionalen österreichischen Sozialamtes geprüft. Ein Datensatz von 600 Sozialhilfeanträgen aus den Jahren 1987, 1995 und 2005 wird im Querschnitt analysiert. Es bilden sich 7 Cluster der Armutsgefährdung heraus: Alleinerzierherinnen, Arbeitslose, Familien mit Kindern, Männer mit Unterhaltsverpflichtungen, Geschiedene, Kranke und Pflegebedürftige.
Sowohl theoretische als auch empirische Befunde zeigen, dass sich immer mehr "neue Arme" – Personen, die von Normalfamilien- und Normalerwerbsverhältnissen abweichen – unter den AntragstellerInnen auf Sozialhilfe befinden und diese im Vergleich zur Bevölkerung überrepräsentiert sind.
Da die Sozialhilfe als Überbrückungshilfe gedacht ist, kann sie dem gestiegenen Bedarf an sozialstaatlicher Unterstützung nicht mehr Rechnung tragen. Anzahl und Struktur der Armutsgefährdeten stellen den Wohlfahrtsstaat vor neue große Herausforderungen. Die Umstrukturierung des sozialen Sicherungssystems zugunsten einer Grundsicherung ist daher notwendig geworden.
Schlagworte
Verarmungsrisiken,
Relative Armut,
Sozialhilfe,
Wohlfahrtsstaat,
Grundsicherung,
Arbeitsmarkt,
Working Poor,
Gesellschaftliche Trends,
Wirtschaftliche Trends,
Verwaltungsmanagement,
Soziologie,
Politikwissenschaft
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