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Barbara Correa Larnaudie

Der Helfer in der nicht-realistischen Kinder- und Jugendliteratur vom 19. Jahrhundert bis heute
Der Helfer in der nicht-realistischen Kinder- und Jugendliteratur vom 19. Jahrhundert bis heute
Eine Anwendung der kognitiven Hermeneutik



Studien zur Germanistik, Bd. 29
 
Hamburg 2008, 378 Seiten,
ISBN: 978-3-8300-4093-4
 


Zum Inhalt:

Der Glaube an Helferwesen, die über außergewöhnliche Fähigkeiten und Mächte verfügen, gehört seit Anbeginn zur Menschheitsgeschichte, seien es nun Götter, Natur- und Elementarmächte, Geisterwesen, Schutzheilige oder Engel. Diese Figuren treten zahlreich in den Mythen jedes Volkes auf, in einigen Kulturen werden sie teilweise bis heute verehrt und um Beistand gebeten. Die Idee, sich als hilfebedürftiger weil macht­be­grenz­ter Mensch in den Schutz eines mächtigeren und extraordinär befähigten Wesens zu begeben, existiert auch heute noch im so genannten ent­göt­terten Zeitalter, man denke nur an die Superhelden aus Film, Comic und Computerspiel, die in den letzten Jahren zunehmend eine Renaissance erfahren haben.

Davon ausgehend, dass die Helfer über einen langen Zeitraum einen wichtigen Bestandteil des menschlichen Lebens darstellten, ist es umso auffälliger, dass sie in der Jetztzeit im Bereich der Erwachsenenmedien eine eher untergeordnete Rolle spielen. Aus der Kinder- und Ju­gend­li­te­ra­tur dagegen sind sie nicht wegzudenken: Sie sind seit mindestens zwei Jahrhunderten ein tradiertes und von der Leserschaft viel akzeptiertes Motiv.

Die Verfasserin untersucht eben jene extraordinären Helferwesen, die sich in der Kinder- und Jugendliteratur etabliert haben. Dabei werden nicht nur die einzelnen Figurenkonzeptionen zwecks Erstellung einer an­wend­ba­ren und verständlichen Typologie untersucht, sondern auch die Funktion der Helfer im Gefüge der einzelnen Texte sowie deren Wirkung auf den Leser erforscht. Bekannte Werke wie "Eine Weih­nachts­ge­schich­te" von Charles Dickens, "Doktor Dolittle" von Hugh Lofting, "Mary Pop­pins" von Pamela Travers, "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren oder "Momo" von Michael Ende werden in ausführlichen und textnahen Ein­zel­in­ter­pre­tationen untersucht. Ziel ist, die Helferfigur in den zentralen Be­trach­tungsmittelpunkt zu rücken, wodurch die Studie in der For­schungs­li­te­ratur eine Neuheit darstellt.

Schlagworte

Helferfigur, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Phantastische Literatur, Fantasy, Science-Fiction, Märchen, Kognitive Hermeneutik, Literaturwissenschaft


 

 

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Letzte Aktualisierung am 20.08.2010, 13:56
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