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Gerhard Stapelfeldt

Der Imperialismus – <br>
Krise und Krieg 1870/73 bis 1918/29
Der Imperialismus
Krise und Krieg 1870/73 bis 1918/29

Erster Band: Politische Ökonomie



KRITIK UND REFLEXION – Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Gesellschaftstheorie, Bd. 5
 
Hamburg 2008, 598 Seiten,
ISBN: 978-3-8300-3654-8
 


Zum Inhalt:

Die Schrift "Der Imperialismus. Krise und Krieg von 1870/73 bis 1918/29" behandelt die bürgerliche Politische Ökonomie in der Epoche zwischen zwei Weltwirtschaftskrisen: zwischen der Großen Depression von 1873-79 und der Krise von 1929-33. Bürgerliche Gesellschaft und Ökonomie hatten sich im Kontext der Großen Depression von der Vernunft-Utopie der bürgerlichen Revolutionen von verabschiedet und waren in eine Epoche sozialbiologisch gerechtfertigten Machtkampfes zwischen Individuen und Nationen eingetreten, der im Ersten Weltkrieg terminierte. So ist der Zusammenhang von Krise und Krieg, der den aufklärerischen Zusammenhang von Krise und Kritik substituiert, das herausragende Merkmal der Epoche. Sein Spiegelbild ist ein politisch-ökonomischer Autoritarismus.

Die Untersuchung umfaßt zwei Bände:
Der Erste Band gilt der Genese und der Politischen Ökonomie, der Zweite Band gilt der Anthropologie und der Rationalität des Imperialismus (ISBN 978-3-8300-3655-5).
Beide Bände verweisen aufeinander, können aber einzeln gelesen werden.

Erster Band:

Der Erste Band umfaßt drei Kapitel. Das Erste Kapitel klärt die Dialektik des Fortschritts vom Liberalismus zum Imperialismus. Beide Epochen scheinen durch einen Abgrund getrennt. Hatte der klassische Liberalismus die Utopie der weltbürgerlichen Freiheit, des ‚ewigen Friedens’, des ‚Wohlstands der Nationen’ und des vernünftigen Individuums als "gegründete Hoffnung" (Kant) expliziert, so erscheint ein Jahrhundert später dem Bürgertum die Welt des Imperialismus als eine Maschinenwelt von Maschinenmenschen, das Verhältnis der Volksnationen als ein ökonomisch-militärischer Machtkampf und das Individuum als ein biologisches Wesen. Das Zweite Kapitel expliziert die Politische Ökonomie des Imperialismus. In der bürgerlichen Ökonomie wurde die vollständige Verdinglichung der gesellschaftlichen Verhältnisse durch die Volkswirtschaftslehre (C. Menger) bewußtlos ausgesprochen und durch die kritische Wirtschaftssoziologie (M. Weber) reflektiert. Die wichtigsten Beiträge zur Imperialismus-Theorie aber lieferte die an Marx orientierte Ökonomiekritik von Hilferding, Luxemburg und Lenin. Das Dritte Kapitel endlich umreißt den Übergang des Imperialismus in die Epoche des staatsinterventionistischen Kapitalismus in den USA und Großbritannien einerseits, in den autoritären Staat – den Nationalsozialismus – andererseits.

Schlagworte

Imperialismus, Politische Ökonomie, Wirtschaftsgeschichte, Weltwirtschaftskrisen, Great Depression, Autoritarismus, Kritische Gesellschaftstheorie, Geschichtstheorie, Wirtschaftssoziologie


 
Bitte beachten Sie auch:

Gerhard Stapelfeldt
Kapitalistische Weltökonomie
Vom Staatsinterventionismus zum Neoliberalismus. Kritik der ökonomischen Rationalität. Vierter Band, zweites Buch
Hamburg 2009, 714 Seiten, ISBN 978-3-8300-4774-2


Gerhard Stapelfeldt
Kapitalistische Weltökonomie
Vom Staatsinterventionismus zum Neoliberalismus. Kritik der ökonomischen Rationalität. Vierter Band, erstes Buch
Hamburg 2009, 510 Seiten, ISBN 978-3-8300-4444-4


Gerhard Stapelfeldt
Der Imperialismus – Krise und Krieg 1870/73 bis 1918/29
Zweiter Band: Anthropologie und Rationalität
Hamburg 2008, 530 Seiten, ISBN 978-3-8300-3655-5


Gerhard Stapelfeldt
Mythos und Logos
Antike Philosophie von Homer bis Sokrates
Hamburg 2007, 304 Seiten, ISBN 978-3-8300-3250-2


Gerhard Stapelfeldt
Der Aufbruch des konformistischen Geistes
Thesen zur Kritik der neoliberalen Universität
Hamburg 2007, 92 Seiten, ISBN 978-3-8300-2898-7




 

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Letzte Aktualisierung am 20.08.2010, 13:56
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