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Sebastian Roth
Krisen-Bildung – Aus- und Weiterbildung von KriseninterventionshelferInnen
2. unveränderte Neuauflage
Studien zur Erwachsenenbildung, Band 28
Hamburg 2011, 468 Seiten,
ISBN 978-3-8300-3537-4
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Rezensionen
soziales kapital, 05/2009
» Sebastian Roth legt mit seiner Dissertationsschrift eine fundierte Abhandlung über die Kriseninterventionshilfe vor, einem relativ "jungen" Handlungsfeld, das sich derzeit auf dem Weg der Professionalisierung befindet. [...]
Insgesamt gesehen, tragen alle Ergebnisse der Arbeit dazu bei, auch im Ehrenamt jene Grundlagen zu legen, die für die Aus- und Weiterbildung etablierter helfender Berufe grossteils Standard geworden sind. Der Schrift ist Verbreitung in der sozialarbeiterischen oder therapeutischen Ausbildung zu wünschen, vor allem auch in der Weiterbildung der Krisenintervention. «
» [...] Unter dem Strich stärkt der Entwurf von Sebastian Roth die Fachdiskussion über das Lernen und Lehren von Krisenintervention und resümiert treffend typische Einstellungen und Ausbildungsbedingungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter. «
Zeitschrift Katastrophenmedizin, KatMed (4) 2/2008
» [...] ist das Buch ein gelungener Beitrag. Für bereits ausgebildetete KIT-Mitarbeiter und solche, die das vorhaben, ist das Buch sehr informativ und lesenswert. Ebenso ist es den Führungskräften von Organisationen und Institutionen wie Feuerwehr, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Zivilschutz u.a., die für ihr Personal verantwortlich sind, unbedingt zu empfehlen.
Sie finden auf den 450 Seiten die nötigen Anregungen und Hilfen, ihrer Aufgabe der psychosozialen Notfallvorsorge und Krisenintervention gerecht zu werden. […] «
Rettungs-Magazin, 07/08/2008, S. 46
» […] Das 448 Seiten umfassende Buch analysiert die komplette Bandbreite der Krisenintervention sehr ausführlich und besitzt einen sehr hohen wissenschaftlichen Anspruch. […] nahezu alle Facetten der Krisenintervention (werden) wissenschaftlich beleuchtet […] «
» [...] Roth schafft mit seiner Arbeit ein fundiertes wissenschaftliches Fundament für die fast überall ehrenamtliche Tätigkeit im Kriseninterventionsdienst (KID). „Der wissenschaftliche Rahmen fehlte bisher, da die noch recht junge Disziplin der Krisenintervention im Rettungsdienst von ehrenamtlichen Idealisten ins Leben gerufen wurde, die die praktische Notwendigkeit erkannten und sofort handelten“, erklärt BRK-Fachdienstleiter Helmut Langosch [...] «
Rettungsdienst-Journal, 1/2008
» [...] Für alle, die wirklich tief in diese Thematik einsteigen möchten, auf jeden Fall lesenswert. Zur Erkenntnisgewinnung und Beantwortung der Forschungsfragen werden erwachsenendidaktische, sozialisationstheoretische, existenzphilosophische und entwicklungspsychologische Aspekte herangezogen. «
Zum Inhalt
In dieser Forschungsarbeit geht es um Krisen und deren subjektive und gesellschaftliche Bedeutung. Es wird nachgewiesen, dass gerade in akuten Krisensituationen die zeitnahe Hilfe durch Krisenintervention die Möglichkeit der Wahl darstellt, schnell und nachhaltig auf den weiteren Verlauf und die individuellen Auswirkungen Einfluss nehmen zu können. Hierfür bedarf es besonders ausgebildeter Personen, welche durch eine Spezialausbildung zum/zur Kriseninterventionshelfer/in in die Lage versetzt werden sollen, den von einem nicht-normativen und potenziell traumatogen wirkenden Ereignis betroffenen Menschen adäquate Hilfestellung zu geben. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Kompetenzen ehrenamtliche MitarbeiterInnen von Kriseninterventionsteams (KIT) benötigen und welche Bedeutung hierfür die Bereitschaft für alltags- und lebensbegleitendes Lernen hat. Neben der Grundlegung einer Theorie der Krisen-Bildung wird das Praxisfeld der gemeindenahen und den Rettungsdienst ergänzenden Krisenintervention dargestellt. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse einer länderübergreifenden webbasierten Online-Umfrage unter 185 KriseninterventionshelferInnen vorgestellt und ausführlich diskutiert.
Die Studie verortet sich an den Schnittstellen zwischen Pädagogik/Erwachsenenbildung, Psychologie/Psychotraumatologie, Philosophie, Soziologie und Medizin. Insbesondere werden erwachsenendidaktische, entwicklungspsychologische, existenzphiloso-
phische, sozialisationstheoretische und anthropologische Inhalte und Aspekte zur Erkenntnisgewinnung und zur Beantwortung der Forschungsfragen herangezogen.
Zum Autor
Dr. phil. Sebastian Roth, geboren 1970 in Erlabrunn, aufgewachsen in Niederdorf und Stollberg im Erzgebirge. Nach Berufsausbildungen zum "Facharbeiter für Bergbautechnologie" und "Staatlich anerkannten Erzieher" studierte er an der Fachhochschule Hildesheim Soziale Arbeit mit dem Abschluss eines "Staatlich anerkannten Diplom-Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (FH)". Danach Tätigkeit in einem Reha-Zentrum für chronisch Suchtkranke und 3-jährige Weiterbildung zum von der Deutschen Rentenversicherung anerkannten "Sucht- und Soziotherapeut (VT)". Berufsbegleitendes akkreditiertes postgraduales Studium der Erwachsenenbildungswissenschaft an der Technischen Universität Kaiserslautern mit der Graduierung zum "Master of Arts" (mit Auszeichnung). Das von 2005 bis 2007 dauernde Doktoratsstudium der Philosophie schloss er ebenfalls mit Auszeichnung ab. In dieser Zeit war er Teilnehmer im internationalen und interdisziplinären DoktorandInnenkolleg "Lifelong Learning", einer Initiative der Karl-Franzens-Universität Graz, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der Donau-Universität Krems. Herr Dr. Roth verfügt über eigene Einsatzerfahrungen als Mitglied eines Kriseninterventionsteams der Bundeswehr.
Schlagworte
Krise,
Kritisches Lebensereignis,
Krisenpädagogik,
Krisenkompetenz,
Krisenintervention,
Katastrophenhilfe,
Krisenhelfer,
Ehrenamt,
Bürgerschaftliches Engagement,
Kriseninterventionsteams,
KIT,
Rettungsdienst,
Erwachsenenbildung,
Weiterbildung,
Ausbildung,
Lebenslanges Lernen,
Online-Umfrage,
Soziologie,
Medizin,
Psychologie,
Psychotraumatologie,
Pädagogik
Link des Autors
www.Krisen-Bildung.de
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